Sieben-Sachen-Sonntag

und vom Akzeptieren und Verändern

Während ich das hier tippe, sitze ich auf meiner Veranda, schaue hinunter in den Wald, – es gibt hier nichts Großartiges, Wildes zu sehen, oder zu erleben.
Still,- es ist einfach nur unendlich still und ich mag diese Stille.

Mehr brauche ich jetzt im Moment gerade nicht.

Ich habe so viele Erkenntnisse gewonnen, so viel gelernt und musste soviel akzeptieren, dass ich erstmal meinen Kopf ordnen und abarbeiten muss.

Mein Motto für das Jahr 2017 wird wohl akzeptieren und verändern …

Vor einem Jahr habe ich mein “kleines Atelier” eröffnet. Es sollte mein Jahr werden….

Ich hatte Ziele, Pläne und so viele Ideen- und alles wollte ich umsetzen.

Mein persönliches Experiment was ich glaubte so unbedingt versuchen zu müssen, ….

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“

Ein Jahr ist vorüber und ich ziehe Resümee und habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich dieses mit Euch teile.

Doch wie authentisch wäre wohl mein Blog, wenn ich Euch diese Entwicklung vorenthalten würde?

Wisst ihr, das Nähen ist für mich ein unglaublich energie- und kraftschöpfender Prozess.

Monotones und stumpfes abarbeiten ist für mich so ganz und gar nichts. Bereits ende letzten Jahres war ich mit meiner Arbeitsweise so unzufrieden, dass ich am liebsten das ganze Atelier ausgeräumt hätte. Dieses stumpfe Abarbeiten von Nähauftrag zu Nähauftrag,-  um dann aus lauter Zeitmangel die Klamotten meiner Kinder wieder zu kaufen.

Das Zeitmanagement haute mir hinten und vorne nicht hin.

Hier war wohl die grösste Krux.

Produktivität vs. Kreativität.

Da ich von meiner Arbeit irgendwann einmal eine genaue Vorstellung hatte, kann ich es mir aus heutiger Sicht nicht erklären, wie mir der Focus nur so dermaßen entgleiten konnte.

Es lag wohl an der Tatsache, nicht NEIN sagen zu können …und alles auf einmal zu wollen.

Ich nahm diese Tatsache auch noch eine schöne Weile als gegeben hin und arbeitete die verschiedenen Aufträge ab, war aber stets auf der Suche nach Kooperationpartnern und ansprechenden Beiträgen für Euch und meinen kleinen Blog. Diese kleine Bloggerkiste die ich genauso vernachlässigte, wie meine Kooperationen und Beiträge, weil mir aus lauter stumpfer Nadelei die Zeit für Ideen und Projekte fehlte. Ende des Jahres habe ich dann eine Entscheidung getroffen. Ich wollte Ruhe bringen in dieses Nähchaos und mich wieder an das Projekt Atelier und Blog herantasten. Ich wollte wieder nähen, fotografieren, schreiben und mich der DIY- Community mitteilen. Es war gut so wie es war, es hätte nach dem Umzug ins Atelier keiner Änderung bedurft. -

Erkenntniss: Selbstständiges Arbeiten bedeutet wohl nicht selbst und ständig zu arbeiten, sondern ganz klare Grenzen zu ziehen und zu definieren-

-ganz klar, meine Großbaustelle!

Back to the roots- der Name war Programm und jetzt musste raus, was nicht rein gehörte.

Ich konzentrierte mich wieder auf meine Leute aus der Region und auf Blogbeiträge. Es musste wieder ein Arbeitsrythmus aus arbeiten, fotografieren, bloggen und wenigen, aber regionalen Kundenkontakt her- der aus einer gesunden Mischung bestand…

Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass ich auf einem richtigen Weg bin.

Ihr, die Wenigen aus der Region die ihr bei mir nähen lässt – ihr die ihr so ganz anders auwählt als ich es tue, ihr seid  Bereicherung für mich und meine Arbeit und -genug.

Die Frage wie es weitergeht mit I&Sie – Kreativ habt mehr oder weniger Ihr mir beantwortet. Ja genau Ihr und Du, der du das hier jetzt liest!

Ihr gabt mir nie das Gefühl, dass hier umsonst zu tun-

Mit max. 4 Seitenaufrufen in der Woche habe ich diesen Blog gestartet (und davon war wohl ein Seitenaufruf der meine *lach*)…..

Als die Tutorials meinen persönlichen Rankingfavoriten, den “Singflut-Konzert-Artikel” überholten war klar wo für mich die Richtung in Zukunft hingehen sollte- . Den letzten und wohl entscheidenden “Tritt” bekam ich jetzt mit der Diagnose eines mir sehr nahestehenden Familienmitgliedes.

Der Kurs steht auf Veränderung und viel habe ich bereits umgesetzt -einige Entscheidungen fielen mir leichter, andere wiederum schwerer.Das Nein sagen gelingt … ich lerne dazu, dass es Menschen gibt die verstehen und andere die ablehnen. Doch Ablehnung  ist dann letztendlich nicht meine Baustelle und gilt es für mich auszuhalten.

Ich habe gewaltig an Fahrt und Tempo rausgenommen, bin wieder reduzierter um mir Energien und Ressourcen freizuschaufeln, die ich jetzt viel effektiver für meine kreative Arbeit und meine Familie nutzen kann. Darum liebe ich diese Stille und Ruhe hier. Hier kann ich in mich hineinhorchen und mir selbst die Fragen beantworten:

Fragen wie: -

was möchte ich?

 http://

IMG_7865

IMG_7887

Was brauche ich?

IMG_7889  IMG_7860IMG_7911 IMG_7916

Wofür bin ich dankbar?

Tja und ganz spontan bin ich unendlich dankbar für das was ich Heimat nenne. Dieser Ort an dem das gesprochene Wort, die Gesten und die Gefühle einfach zusammenpassen und stimmig sind.

Mit den Bildern des Sonnen-WE geht’s nun in eine neue und kreative Woche-

 

Danke für Eure Treue….und passt gut auf Euch auf.

logo

 ****

~NACHTRAG!~

Diejenigen die die letzten Wochen eine Nähanfrage stellten, wissen es bereits. -

-Ich nehme keine Neukundenaufträge mehr an, ich nähe auch keine Babykleidung auf Bestellung mehr:

Pumphosen, Beanies, Babydecken etc…-diese Nähaufträge nehme ich nicht mehr an!

Es gibt genug Hobbynäher die genau diese Dinge nähen und das mit viel mehr Hingabe als ich es tue- .

-genug ist genug-

Ich habe einen zweiten Blog eingerichtet und den werde ich in absehbarer Zeit,- dh. wenn ich mal Zeit und Lust dazu habe, mit Artikeln zum Sofortkauf befüllen.

Schmuck, Handmade,  – aufbereitete Secondhandmode

und Spendenartikel aus der Rubrik getragen und gebraucht für die Action “helping hands”

- Aber eins nach dem anderen-

~~~~~~

Die noch laufenden Gutscheine behalten ihre Gültigkeit.

****

 https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/fd/c6/b9/fdc6b9460d93c125ab130f4545c8585f.jpg

quelle: pinterest

 

Ganz lieben Dank an meine Lieblingsmenschen!

 

2 Comments

  1. Nur zu gut kann ich deine Gedanken nachvollziehen. Es ist so unfassbar schwer, sich selbst und den vermeintlich richtigen Weg zu finden. Für mich war es am Schlimmsten, dass es sich so anfühlte, als wäre ich gescheitert. Dabei ist das völliger Quatsch. Denn genau das, was hier passiert erfordert den meisten Mut.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute ❤️ Du bist auf dem richtigen Weg

    Gruß kira

    • Tanja

      Liebe Kira.
      Ja, ich habe so lange mit der Entscheidung gehadert und bin so froh, endlich durch diesen hirnschwangeren Prozess durch zu sein….Dein Blogartikel war für mich ein Schubser- den ich unbedingt gebraucht habe. Danke für den Schubsa und dein Kommentar hier freut mich ungemein. :-)
      Glg

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *